Das Coronavirus verbreitet sich weltweit, so auch in Österreich, rasant und hat wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Folgen.

 

Aufgrund der Ausgangsbeschränkung ist es aktuell nicht möglich, Freunde und Verwandte, mit denen man nicht zusammenwohnt, persönlich zu treffen, was für viele Menschen ein Gefühl von Einsamkeit auslöst, vor allem bei Personen, die alleine wohnen. Statt seine Liebsten Angesicht zu Angesicht zu sehen, nützen viele die Möglichkeit, via Telefon oder Video miteinander zu kommunizieren, über Gefühle zu reden, sich über die aktuelle Situation auszutauschen oder sich mit anderen, leichteren Themen abzulenken und miteinander Spaß zu haben. Auch gehen derzeit viele online „Challenges“ herum: beispielsweise werden mit WC-Papier-Rollen um die Wette gegabelt oder einfach liebe Kinderfotos von sich und seinen Freunden ausgetauscht. In dieser Zeit der Sorge und Unsicherheit ist es also wichtig, sich die Zeit auch aktiv schön zu gestalten. Dinge zu tun, die man gerne macht und die auch während der Ausgangsbeschränkung möglich sind. Viele werden auch kreativ und versuchen Unmögliches möglich zu machen, sodass sie ihre Hobbys trotz Ausgangsbeschränkung oder Quarantäne und sogar alleine ausüben können. Essenziell ist es auch, sich selbst eine Routine zu schaffen, beispielsweise, indem man Aufsteh- und Schlafengehzeiten festlegt, sich den Tag mit To-Dos einteilt und womöglich endlich Dinge erledigt, die vorher lange aufgeschoben wurden. Menschen, die sich den Haushalt mit der eigenen Familie, dem/der Partner/in oder Mitbewohnern teilen, erleben möglicherweise durch die angespannte Zeit mit viel Unsicherheit und aufgrund von viel Zeit miteinander, mehr Reibungsfläche, die Konflikte zur Folge haben kann. Den Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, ist aktuell nicht so leicht möglich, was dazu führt, dass man sich den Problemen in dieser Zeit tendenziell mehr stellt, sich also damit konfrontiert. Negative Gefühle, die vielleicht schon lange in einem schlummern und unausgesprochen sind, werden möglicherweise endlich auf den Tisch gelegt. Was wiederum bedeuten kann, dass alte Konflikte geklärt und Lösungen gefunden werden. Auch viele Väter, die normalerweise zig Wochenstunden im Büro verbringen, sind auf einmal bei ihrer Familie zuhause. Zwar mag die Produktivität von zuhause aus, im Vergleich zum Büro, etwas nachlassen, doch auf der anderen Seite verbringen sie jetzt mehr Zeit mit ihren Kindern, was zu einer Stärkung der Beziehung und Bindung führen kann.

Im Homeoffice arbeiten bedeutet also, Besprechungen und Termine nicht mehr persönlich, sondern am Telefon abzuhalten, sich die Zeit anders einzuteilen und wahrscheinlich mehr Ablenkung als im Büro zu erfahren. Einige Menschen müssen ihre Urlaubstage opfern und diese nun in ihren eigenen vier Wänden, statt am Strand oder an sonst einem idyllischen Ort verbringen. Bei vielen Personen verringert sich die Arbeitszeit auch, aufgrund der Kurzarbeit. Unglücklicherweise sind in den letzten Wochen auch zahlreiche Menschen, in Österreich Hunderttausende, von einer unerwarteten Arbeitslosigkeit, aufgrund des Coronavirus, betroffen. Die starken wirtschaftlichen Herausforderungen, stellen die Regierung und das Land auf die Probe. Es müssen Abstriche gemacht werden, doch es wird versucht, Lösungen zu finden, die den Schaden minimieren, wie beispielsweise Hilfspakete von bis zu 38 Milliarden Euro zur finanziellen Existenzsicherung.

 

Große Unternehmen sowie kleine Betriebe sind unter Druck, schnell zu reagieren, indem sie sich an die veränderte Situation anpassen. Sei es durch eine Umstellung auf (vermehrte) online Dienstleistungen, Lieferservice oder Sonstiges.

 

Insgesamt kann man jedoch sagen, dass jede Medaille zwei Seiten hat und so auch eine Krise nicht nur negativ ist, sondern auch eine positive Entwicklung mit sich bringt: Menschen kommen sich emotional wieder näher, der Zusammenhalt wird gestärkt, die Hilfsbereitschaft wird deutlich, der wirtschaftliche Aspekt zieht einen rasanten Fortschritt mit sich, man setzt sich wieder mehr mit sich selbst auseinander, die eigenen Werte werden hinterfragt und die Krise bringt wieder mehr Work-Life-Balance ins Leben.

 

Die Veränderungen haben also Vor- und Nachteile, nichtsdestotrotz wünschen sich viele Menschen in dieser Zeit mehr Halt, Sicherheit und Gewissheit. Eine wichtige psychische Unterstützung bieten Psychotherapeuten durch Audio- oder Video-Gespräche am Telefon. Gerne können Sie also auch mich kontaktieren, um Hilfe zu bekommen: Isabella Simlinger, BA pth. 0676 9653456

Corona schlägt sich auf die Psyche

Isabella Simlinger, BA pth.          0676 965 34 56           Bergmillergasse 8/2/19, 1140 Wien           

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